Ich stosse manchmal auf Coaches, bei denen ich denke: okay, das kenne ich schon. Gleiche Versprechen, gleiche Methoden, anderes Gesicht auf der Website. Und dann gibt es diese seltenen Momente, wo ich auf jemanden treffe und denke — warte mal. Das ist anders.
So war das mit Theresia Marty.
Was mich sofort neugierig gemacht hat
Die meisten Coaches, die ich kenne, arbeiten mit Gesprächen. Man redet, reflektiert, entwickelt Strategien. Das hat seinen Wert — keine Frage. Aber Theresia Marty stellt eine Frage, die ich so direkt selten gelesen habe: Was, wenn Reden alleine gar nicht reicht?
Das klingt erstmal provokant. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Sinn hat es gemacht.
Ein Großteil dessen was uns unter Druck zusammenbrechen oder standhalten lässt, sitzt nicht im Verstand. Es sitzt tiefer — im Nervensystem, in eingeschliffenen Reaktionsmustern, in der Art wie das Gehirn auf Stress antwortet, noch bevor wir überhaupt einen klaren Gedanken fassen konnten. Und genau da fängt ihr Ansatz an, interessant zu werden.
Resilienz — ein Wort, das man gerade überall hört
Zugegeben, “Resilienz” ist momentan eines dieser Wörter, das so oft verwendet wird, dass man fast schon die Augen verdreht, wenn man es liest. Jeder Coach bietet Resilienz-Training an. Jedes zweite LinkedIn-Post spricht davon.
Aber was Theresia Marty auf ihrer Seite erklärt, hat mich dann doch nochmal innehalten lassen. Der Begriff kommt aus der Physik — resilire, zurückspringen. Die Fähigkeit eines Materials, sich zu verformen und trotzdem wieder in die ursprüngliche Form zurückzufinden. Stahl statt Glas.
Und die Forschung dahinter ist echt. Seit den 50er Jahren fragt die Wissenschaft: Warum kommen manche Menschen aus einer Krise stärker raus als vorher, während andere daran zerbrechen? Die Antwort, die sich herauskristallisiert hat, ist so simpel wie ermutigend — Resilienz ist keine Charaktereigenschaft. Sie ist trainierbar.
Das allein ist schon ein Gedanke, der Hoffnung macht.
Der Teil, der mich wirklich überrascht hat
Was mich an Theresia Marty wirklich fasziniert ist ihr Methodenmix. Sie kombiniert drei Komponenten — und erst wenn man alle drei zusammen betrachtet, versteht man, warum das so kraftvoll sein kann.
Da ist zum einen das lösungsorientierte Coaching. Keine endlose Problemanalyse, kein Graben in der Vergangenheit. Stattdessen: Wo willst du hin? Was hast du bereits? Was brauchst du noch? Eine Haltung, die nach vorne schaut, nicht zurück.
Dann die Resilienzfokussierung — also ganz konkrete Arbeit an den inneren Haltungen, die resiliente Menschen auszeichnen. Krisen akzeptieren statt bekämpfen. Hilfe annehmen. Nicht als Opfer denken. Einen Sinn finden, auch wenn es eng wird. Das klingt einfach — ist es aber nicht, wenn man wirklich daran arbeitet.
Und dann ist da noch die dritte Komponente. Die hat mich ehrlich gesagt am meisten überrascht.
Neurofeedback — ich hatte keine Ahnung, was das ist
Ich gebe zu: als ich den Begriff “Neurofeedback” auf ihrer Website gesehen habe, war mein erster Gedanke irgendwo zwischen “interessant” und “was soll das sein”. EEG, Hirnwellen, Biofeedback — das klang erstmal nach Labor, nicht nach Coaching.
Aber dann hab ich angefangen zu lesen und es hat Klick gemacht.
Unser Gehirn produziert ständig verschiedene Arten von Hirnwellen — Delta, Theta, Alpha, Beta. Diese Wellen zeigen sich in unserem Alltag als Gemütszustände: konzentriert oder zerstreut, ruhig oder ängstlich, klar oder wie im Nebel. Chronischer Stress verändert diese Muster mit der Zeit. Und diese Veränderungen sitzen nicht im Bewusstsein — die lassen sich schlicht nicht wegreden. Das Thema Burnout-Erkennung beschäftigt uns auf mein-coach.ch deshalb regelmäßig, weil die frühen Warnsignale oft körperlich sind, bevor sie bewusst wahrgenommen werden.
Beim Neurofeedback werden diese Hirnströme über ein EEG sichtbar gemacht. Der Klient sieht in Echtzeit, was sein Gehirn tut. Und durch ein gezieltes audiovisuelles Signal — das das Gehirn wie eine Belohnung wahrnimmt — lernt es, sich selbst zu regulieren. Nicht weil jemand erklärt hat, wie es geht. Sondern weil das Gehirn es buchstäblich geübt hat.
Das Ergebnis für viele: weniger innere Unruhe, besser schlafen, klarer denken, Emotionen nicht mehr so überwältigend. Und das Schöne daran — es ist nicht invasiv. Es wird nichts ins Gehirn geleitet. Nur gemessen, gespiegelt, trainiert.
Warum ich das für so wertvoll halte
Was mich am Ende wirklich begeistert an diesem Ansatz ist das Zusammenspiel der drei Ebenen. Die meisten Coaching-Angebote arbeiten nur oben — im Kopf, im Gespräch, im bewussten Denken. Das hat seinen Platz. Aber wenn das Nervensystem nicht mittrainiert wird, bleibt die Wirkung oft an der Oberfläche.
Theresia Marty arbeitet gleichzeitig auf der mentalen, der emotionalen und der neurologischen Ebene. Das ist selten. Und es erklärt, warum Menschen zu ihr kommen, die schon anderswo waren — und diesmal etwas anderes erleben.
Sie arbeitet mit Einzelpersonen, Teams und Führungskräften — alle mit einem gemeinsamen Nenner: Sie wollen sich nicht nur besser verstehen. Sie wollen sich dauerhaft anders fühlen.
Mein Fazit nach diesem tiefen Einblick
Ich bin froh, dass ich bei dieser Website nicht einfach weitergescrollt habe.
Theresia Marty macht keine lauten Versprechen. Ihre Präsenz ist nicht vollgepackt mit Testimonials und Buzzwords. Was sie beschreibt ist ruhig, durchdacht und wissenschaftlich fundiert. Und genau das macht es für mich glaubwürdig.
Resilienz ist wie Fahrradfahren — man kann es jemandem hundertmal erklären, aber gelernt wird es nur durch Üben. Und manchmal braucht man jemanden, der nicht nur redet, sondern wirklich auf mehreren Ebenen gleichzeitig arbeitet.
Wer in Zürich nach genau so einem Ansatz sucht, dem empfehle ich einen Blick auf ihre Website. Es lohnt sich.
Übrigens: Wenn du dich für Themen wie Resilienz, Stressregulation und ganzheitliche Coaching-Ansätze interessierst, findest du auf mein-coach.ch weitere Artikel rund um Gesundheits-Coaching — von Burnout-Prävention bis betrieblicher Gesundheitsförderung.