Ich bin an einem Dienstagvormittag auf diese Website gestossen. Irgendwo ein Link, irgendwo ein Umweg. Und dann war ich auf einer Seite, die sich anders anfühlte als die meisten. Ruhiger. Nicht so hungrig.

ATAYA. Das Wort selbst blieb hängen.

Es kommt aus der Sprache der Lakota — dem indigenen Volk der nordamerikanischen Plains. Sinngemäss bedeutet es “ganz, vollständig, alle Teile einer Masse”. Und rückwärts gelesen ergibt es “Ayata” — was auf Lakota so viel heisst wie “die Zukunft voraussagen”. Ich finde das vielleicht ein bisschen viel. Und dann doch irgendwie treffend.

Hinter dem ganzen Projekt steckt ein Ehepaar aus der Schweiz. Michaela war lange Personalleiterin, ist ausgebildete Hypnotherapeutin, hat jahrelang bei einem Heiler in indigener Heilkunde gelernt. Michael kommt aus der Business-Transformation — Betriebsökonom, 35 Jahre Führungserfahrung, heute systemischer Coach nach dem St.Galler Modell. Beide haben irgendwann gemerkt, dass ihre äussere Karriere und ihr inneres Leben nicht mehr zusammengepasst haben.

Was mich am längsten beschäftigt hat, ist dieser eine Satz von ihnen: sie leben die Werte der Lakota seit über zehn Jahren — nicht als Ritual, sondern als Haltung. Das klingt leicht wie Selbstbetrug. Und gleichzeitig so schwer, wenn man es wirklich meint.

Was sie entwickelt haben

Was sie entwickelt haben, ist kein typisches Coaching-Programm. Es geht über mehrere Monate, findet in kleinen Gruppen statt, an Rückzugsorten in der Natur. Systemisches Coaching, Hypnose, Atemarbeit, Naturerfahrung, Lakota-Rituale — und das alles nicht als buntes Potpourri, sondern als etwas, das laut den beiden wirklich zusammengehört. Kopf und Herz. Intuition und Struktur. Wissenschaft und gelebte Weisheit.

Ich frage mich manchmal, ob das überhaupt funktionieren kann. Ob Neurobiologie und indigene Heilkunde wirklich an denselben Tisch passen, ohne dass eine von beiden nachgeben muss.

Vielleicht ist das aber genau die Frage, die ATAYA stellt. Nicht: Was ist richtig? Sondern: Was ist wahr — für dich, jetzt, in deinem Leben?

Der Moment, in dem ich aufgehört habe, skeptisch zu sein

Und dann noch etwas, das ich fast übersehen hätte: Sie überweisen fünf Prozent aller Einnahmen direkt an einen Fonds, der die Lakota-Gemeinschaft unterstützt. Das steht auf der Seite, nicht gross, nicht laut. Nur so.

Ich glaube, das war der Moment, in dem ich aufgehört habe, skeptisch zu sein. Nicht weil es ein grosses Versprechen wäre. Sondern weil es keines ist.

Mehr über Michaela und Michael und ihren Ansatz findest du auf ataya.life.


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