Hör zu. Ich hab auf zig Coaching-Seiten “Heldenreise” gelesen. “Wert beginnt, wenn du bei dir bleibst.” Klingt schön. Bedeutet meistens: nichts.

Ehrlich? Fast wäre ich bei Sabrina Bätscher weitergeklickt. Zu viele Blumenworte, zu viel Wald, zu viel Potenzial-Gerede.

Aber dann bin ich bei einem Punkt hängen geblieben, der anders ist als der Rest.

Fakt ist: Sie macht Mentaltraining. Fakt ist auch: Sie macht Portraitfotografie. Nichts davon ist neu. Die Kombination schon eher.

Ihr Kernangebot heisst “Precious Self”. Coaching-Sessions und Fotoshootings, über zwei bis drei Monate, neun Termine. Kein Zufallsprodukt, ein durchgetaktetes Programm. Und der Trick dahinter: Was im Coaching an Selbstbild bearbeitet wird, wird danach fotografisch festgehalten. Nicht als Deko am Schluss. Als Beweisstück.

Schluss damit, zu behaupten, das sei einfach nur ein hübsches Zusatzangebot. Ist es nicht. Innere Arbeit ist flüchtig. Ein gutes Gespräch verpufft, ein Gefühl von Klarheit verblasst nach ein paar Tagen wieder. Ein Foto tut das nicht. Das Bild bleibt, so wie es aufgenommen wurde, an dem Tag, an dem sich etwas verschoben hat.

Genau da liegt der eigentliche Kern der Sache, unter all den Heldenreise-Sätzen begraben: Transformation, die man sonst nur behauptet, wird hier dokumentiert.

Auf der Precious-Self-Seite beschreibt sie es selbst so – Mentaltraining und Fotografie verstärken sich gegenseitig, das eine macht sichtbar, was das andere bearbeitet. Kann man romantisch finden. Kann man auch einfach als kluge Methodenwahl sehen, ganz ohne Esoterik.

Fakt ist ausserdem: Sie kommt nicht aus dem Nichts. Erwachsenenbildung, psychologische Prävention, Fotografie – das steht auf ihrer Seite, nicht nur ein Zertifikat aus dem Wochenendkurs. Das zählt, wenn jemand mit innerer Arbeit hantiert.

Was mich stört: zu viele Worthülsen drumherum. “Leichtigkeit”, “Strahlen”, “Heldenreise” – das hätte die Seite nicht nötig gehabt. Der eigentliche Ansatz trägt sich selbst.

Wer sich für das Format interessiert, findet auf der Angebotsübersicht auch die anderen drei Wege – reine Fotografie, reines Mentaltraining, oder beides in Bewegung draussen.

Ehrlich? Ich hab selten gesehen, dass jemand ein Foto so konsequent als Werkzeug einsetzt, nicht als Nebenprodukt. Der Rest ist Verpackung. Das hier nicht.

Mehr zu Sabrina Bätscher findest du auf sabrinabaetscher.ch. Weitere Artikel zu life-coaching-Themen findest du auf mein-coach.ch.