Was unterscheidet eine seit über zwanzig Jahren bestehende Mentalcoaching-Praxis von neueren Angeboten auf demselben Markt? Bei Pia Clerici-Züger aus St. Gallen lohnt sich diese Frage, denn ihre Praxis besteht bereits seit 2003.
Ausbildungsweg mit ungewöhnlicher Kombination
Betrachten wir zunächst die Ausbildungsgrundlage. Pia Clerici-Züger ist diplomierte Mental-Coach SMCV, ausgebildet 2003 am Mentalcollege in Bregenz. Interessanterweise blieb es dabei nicht: 2009 folgte eine Zertifizierung in Biosynthese-Therapie am Internationalen Institut für Biosynthese in Heiden, 2013 eine Zertifizierung als Kommunikationsassistenz beim Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen SZBLIND.
Diese dritte Ausbildung ist bemerkenswert, weil sie ausserhalb des klassischen Mentalcoaching-Feldes liegt. Kommunikationsassistenz für blinde und sehbehinderte Menschen ist ein spezialisiertes Arbeitsfeld, das mit klassischem Coaching wenig gemein hat. Dass beides in derselben Biografie zusammenkommt, deutet auf ein breiteres Verständnis von Begleitung hin, als es der Titel Mentalcoach allein vermuten liesse.
Die Methode selbst
Auf der Website wird Mentalcoaching als ziel- und ressourcenorientierte Begleitung beschrieben, die auf der Erkenntnis beruht, dass Denken und Vorstellungskraft seelisches und körperliches Befinden sowie Verhalten beeinflussen. Studien zeigen, dass mentale Techniken wie Visualisierung und gezielte Selbstinstruktion tatsächlich messbare Effekte auf Stressregulation und Leistungsfähigkeit haben können, was diesem Ansatz eine gewisse wissenschaftliche Grundlage verleiht.
Ein Coaching-Zyklus umfasst in der Regel 8 bis 12 Einheiten à 90 Minuten. Die Schwerpunkte liegen auf Persönlichkeitsentwicklung, Krisenbegleitung, Neubeginn, Lebensgestaltung sowie schulischen und sportlichen Themen wie Lerntechniken oder Potenzialsteigerung.
Auffällig hohe Zahl dokumentierter Rückmeldungen
Bemerkenswert ist die Dichte an dokumentierten Erfahrungsberichten auf der Seite, deutlich über zwanzig, mit Namenskürzeln und Wohnort. Mehrere davon beschreiben konkrete Ausgangslagen wie Burnout, Konzentrationsstörungen oder den Wunsch, sich in kritischen Gesprächen besser behaupten zu können. Ein Bericht erwähnt explizit, dass die betreffende Person keine Affinität zu Esoterik habe und das Mentaltraining dennoch als wirksam erlebt habe. Diese Einordnung ist insofern relevant, als Mentaltraining in der öffentlichen Wahrnehmung gelegentlich in die Nähe esoterischer Verfahren gerückt wird, obwohl es sich methodisch eher aus Kognitionspsychologie und Selbstregulationstechniken speist.
Verankerung in der Region
Auf der Seite zu ihrer Person wird deutlich, dass Pia Clerici-Züger seit 1990 verheiratet ist, in Einsiedeln aufgewachsen ist und mehrjährige Erfahrung als Primarlehrerin sowie langjähriges Engagement in sozialer Freiwilligenarbeit mitbringt. Ihre Praxis liegt an der Myrtenstrasse in St. Gallen, mit öffentlicher Verkehrsanbindung über zwei Buslinien.
Zusammenfassung
Betrachtet man das Gesamtbild, zeigt sich eine langjährig etablierte Mentalcoaching-Praxis, die sich durch die Kombination aus klassischer Mentaltraining-Ausbildung, körperorientierter Biosynthese-Therapie und der eher seltenen Zusatzqualifikation im Bereich Blindenkommunikation von vergleichbaren Angeboten unterscheidet. Die grosse Zahl dokumentierter Rückmeldungen liefert zudem eine im Coaching-Markt ungewöhnlich breite Datenbasis für die Aussenwahrnehmung der Praxis.
Mehr zu Pia Clerici-Züger findest du auf mentalcoaching-ostschweiz.ch. Weitere Artikel zu life-coaching-Themen findest du auf mein-coach.ch.