Was unterscheidet Coaching, das auf Gesprächen basiert, von Coaching, das auf Augenbewegungen setzt? Bei Maja Hohl aus Altstätten lohnt sich diese Frage, denn sie arbeitet mit wingwave®, einer Methode, die genau an dieser Stelle ansetzt.

Herkunft und Wirkprinzip der Methode

Betrachten wir zunächst die Methode selbst. wingwave® ist kein loser Begriff, sondern eine seit Jahren etablierte, eingetragene Marke im deutschsprachigen Coaching-Raum, mit eigener Ausbildungsstruktur und einer gewissen Verbreitung. Kernelement ist die bilaterale Stimulation, meist über geführte Augenbewegungen, die an die REM-Phase des Traumschlafs angelehnt sind. Interessanterweise ist die Idee, dass das limbische System Emotionen steuert und Erinnerungen speichert, neurowissenschaftlich gut belegt. Der Anspruch der Methode geht darüber hinaus: Sie soll über die Augenbewegung gezielt Stressblockaden lösen, ohne dass ausführlich über deren Ursprung gesprochen werden muss.

Studien zu wingwave selbst sind bislang eher begrenzt, verglichen mit etablierteren Verfahren wie EMDR, dem die Methode konzeptionell nahesteht. Das schliesst eine Wirkung im Einzelfall nicht aus, relativiert aber den Anspruch auf einen breit abgesicherten wissenschaftlichen Nachweis.

Anwendungsfelder

Auf der Themenseite zeigt sich ein breites Spektrum: Angst vor Operationen, Panikattacken, aber auch körperliche Symptome wie Migräne oder allergische Reaktionen werden dort in einen emotionalen Zusammenhang gestellt. Bemerkenswert ist die Bandbreite, die von klassischen Anwendungsfällen der Stressverarbeitung bis zu psychosomatisch gedeuteten körperlichen Beschwerden reicht. Wer ein sehr eng abgegrenztes Anwendungsfeld erwartet, findet hier stattdessen ein weit gefasstes Modell, in dem viele unterschiedliche Beschwerden über dasselbe Grundprinzip erklärt werden.

Praxis und Standorte

Auf der Über-mich-Seite stellt sich Maja Hohl als Praktikerin dar, die mit NLP-Techniken und wingwave arbeitet, an zwei Standorten in der Ostschweiz, Altstätten und St. Gallen. Der Fokus liegt erkennbar auf praktischer Ausbildung und Erfahrung in der Emotionsarbeit, weniger auf akademischen Titeln.

Zusammenfassung

Betrachtet man das Gesamtbild, zeigt sich eine Methode mit realem Ursprung und definierter Ausbildungsstruktur, deren Anwendungsversprechen zugleich sehr weit gefasst sind. Für Menschen, die eine strukturierte, körperorientierte Alternative zum klassischen Gesprächscoaching suchen, ist wingwave ein nachvollziehbares Angebot. Wer eine im engeren Sinn wissenschaftlich abgesicherte Erklärung für jedes einzelne Symptom erwartet, sollte die Grenzen der bisherigen Forschungslage mitbedenken.

Mehr zu Maja Hohl findest du auf lifeandemotions.ch. Weitere Artikel zu life-coaching-Themen findest du auf mein-coach.ch.