Winterthur ist eine Stadt, die lebt. Die Altstadt ist voll, die Industrie boomt, die Familien sind gestresst. In meinem Coaching in Luzern sehe ich immer mehr Klienten aus Winterthur, die dasselbe Problem beschreiben: Der Job frisst die Familie, und die Familie leidet schweigend.
Das ungesprochene Familien-Problem
“Meine Kinder haben aufgehört, mich zu fragen, ob ich zu Hause bin. Sie wissen, dass die Antwort nein ist.” — Klient, 41, Produktionsleiter, Winterthur
Dieser Satz beschreibt ein Muster, das ich in meiner Praxis immer häufiger sehe. Männer und Frauen in Führungspositionen, die 50, 60, 70 Stunden pro Woche arbeiten. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie es so gelernt haben. Denn in der Schweizer Industriekultur ist Anwesenheit oft wichtiger als Ergebnis.
Drei konkrete Interventionen
Grenzen setzen — nicht nur zeitlich: Wer um 18 Uhr das Büro verlässt, aber um 21 Uhr wieder am Laptop sitzt, hat keine Grenze gesetzt. Echte Grenzen beinhalten: kein Mailen nach 19 Uhr, kein Laptop im Schlafzimmer, keine Arbeits-Anrufe am Wochenende.
Die Familie als Projekt behandeln: Viele Manager sind exzellente Projektplaner — bei der Arbeit. Zu Hause überlassen sie alles dem Zufall. Mit meinen Klienten aus Winterthur arbeite ich daran, die Familie mit derselben Struktur zu führen wie ein Projekt: Termine, Ziele, Reviews.
Selbstfürsorge als Pflicht, nicht als Luxus: Jemand, der keine Energie hat, kann niemanden versorgen. Life-Coaching hilft, Selbstfürsorge nicht als egoistisch, sondern als notwendig zu begreifen.
Fazit
Work-Life-Balance ist kein Privileg für Start-up-Gründer in Zürich. Sie ist eine Führungsaufgabe für jeden, der eine Familie hat. Und sie ist lernbar.